10 Fehler, die fast jeder beim Einradfahren macht

27.03.2020 | Satirikus

 

Rad fahren ist neben Klopapier rollen nach wie vor mit großem Abstand der Lieblingssport der Gilchinger. Während die Zahl der Autofahrer alleine in den letzten sechs Tagen sprunghaft gesunken ist, haben laut statistischem Bundesamt über 51 Prozent zum Rad gegriffen. Die Crème de la Crème des Radsports sind natürlich unsere erfolgsverwöhnten Gilchinger Einrad-Sportler. Fahren mit nur einem Rad hat hier im Ort eine lange Tradition. Zeitzeugenberichten zufolge, wurde bereits die Römerstraße mit einem Rad befahren. Dennoch gibt es erstaunlicherweise immer noch 10 leicht vermeidbare Fehler, die selbst alten Einradsporthasen immer wieder unterlaufen:


1. Vergessen, den Kiefer zu lockern

Anfängerfehler Nr. 1! Wer seinen Kiefer nicht vorher gelockert hat, riskiert bei langen Freestyle-Küren Krämpfe oder gerissene Backensehnen. In Deutschland trägt man die Mundwinkel grundsätzlich nach unten. Es gibt kein Volk, das so wenig lacht wie die Deutschen, deshalb muss auch der ungewohnte Bewegungsablauf "Lächeln" ausdauernd und intensiv einstudiert werden. Vor jedem Einrad-Event also mindestens 20 mal den Kiefer im Uhrzeigersinn kreisen lassen. Danach: Richtungswechsel! Abschließend: Mundwinkel nach oben ziehen! Alternativ: Einen Stift zwischen die Zähne klemmen!

 

2. Mit Helium dopen

Helium-Doping kommt im Einrad-Sport immer wieder vor. Manche füllen es in den Reifen. Meist inhalieren die Athleten das Edelgas direkt vor der Kür, um so einen vorübergehenden Gewichtsverlust zu erzielen und ungewollte Abstiege zu vermeiden. Dabei müssen die Sportler allerdings aufpassen, dass sie nicht zu viel Helium einatmen. Fans des Sports dürften sich an jene unvergessene schreckliche Szene 2004 bei der Unicon 12 in Tokio erinnern, als der mutmaßlich heliumgedopte japanische Freestyler Noriaki Kasai mitten in der Kür von einem Luftzug erfasst und Richtung Hallendecke davongetragen wurde.

 

3. Mit nur einem Rad antreten

Man kann es sich natürlich selbst schwer machen. Aber wer wirklich Spaß am Sport haben möchte, sollte ein Rad mit zwei- besser noch mit drei Rädern wählen. Glaubt mir, ich hab das im Selbstversuch getestet! Das Fahren auf drei Rädern bietet ein unheimliches Gefühl der Sicherheit. Selbst ältere Menschen vertrauen dieser Variante.

 

4. Während der Kür eine WhatsApp-Nachricht schreiben

Ein altes englisches Sprichwort besagt: Don't text and drive! Der Grund: Wer auf sein Handy schaut, kann beim 'Handwalk' den herrlichen Ausblick nicht genießen.

 

5. Die falsche Musik wählen

Laut Experten ist die passende Hintergrundmusik einer der Hauptfaktoren für gelungenes Kürfahren. Fehler führen hier schnell zu Frust. Als sichere Wahl haben sich " 'O sole mio" von Eduardo Di Capua, der "Radetzky-Marsch" von Johannes Strauss oder auch bestimmte Volksmusik erwiesen.

 

6. Freihändiges Fahren

Wenn Einräder keine Lenk- und Bremsvorrichtungen aufweisen, ist deren Verwendung auf der Fahrbahn-, und auch auf Gehsteigen oder Gehwegen verboten. Bei Einrädern handelt es sich nach aktueller Gesetzeslage grundsätzlich nicht um Fahrräder. Wobei es gemäß § 68 Abs. 3 lit a StVO 1960 auch verboten wäre auf einem Fahrrad freihändig zu fahren, oder - auch sehr beliebt - die Füße während der Fahrt von den Treteinrichtungen zu entfernen. Bei jeder Fahrt mit dem Einrad also bitte einen Lenker mitführen. Und die Sache mit den Füßen klären wir im nächsten Abschnitt...

 

7. In High-Heels fahren, und Klickpedale einsetzen

Augen auf bei der Wahl der Schuhe. Schwarze High-Heels wirken zwar sehr elegant zu einem langen matt glänzenden Sattelrohr. Sehr häufig passiert es jedoch, dass mit den Pfennigabsätzen beim 'Wheel Hopping' der Reifen zerstochen wird. Den Einrad-Sport sollte man am besten in Sportschuhen betreiben oder barfuß. Notfalls gehen auch Flip Flops ...wenn sie mit einem guten Tape am Fuß fixiert sind. Speziell die Einsteiger riskieren blutige Nasen bei der Verwendung von Klickpedalen am Einrad.

 

8. Die Nutzung von Spikereifen

Die Erfahrung hat jeder Einrad-Sportler schon gemacht: Ein rutschiger Hallenboden und schwups das Rad rutscht weg. Das verleitet gerade dazu Spikereifen zu montieren. Ist ja an sich kein Problem, nur der Schuhe-Verschleiß beim 'Stand Glide' wird extrem.

 

9. Die Verwendung von E-Einrädern bei Wettbewerben

E-Bikes erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Elektro-forciertes Freestyle Einradfahren ist dagegen auf Meisterschaften nicht gerne gesehen, weil diese Fahrzeuge selbstbalancierend sind - wie von Sagways bekannt. Einradfahrer zu sein, bedeutete einst, die Regeln der Schwerkraft außer Kraft zu setzen, und sich bei rasendem Puls den Mineralhaushalt zu ruinieren. Schwitzen, keuchen, lächeln. Und jetzt kommen diese Elektromotoren und sagen: "Nee Du, komm! Ist doch viel zu anstrengend. Lass' das mal uns machen."

 

10. Einen Ratgeber darüber lesen, anstatt einfach loszulegen

Einradfahren und das Training in der Gruppe sollte etwas Intuitives und Natürliches sein. Wer sich allzu lange theoretisch damit befasst, verdirbt sich nur den Spaß. Moment... Du hast jetzt den ganzen Ratgeber bis hierhin gelesen? Ojeojeoje. Das hättest Du nicht machen sollen. Wer weiß, ob Du jetzt je wieder Einradfahren kannst...

 

Und? Haben sich beim Lesen Deine Mundwinkel nach oben bewegt? Ja? Nein? Vielleicht? ...den Versuch war's mir Wert. Ich frage aus rein medizinischen Gründen. Denn die fröhliche Seele stimuliert über Nerven das Immunsystem. Stärkt es. Längst biochemisch und physiologisch bewiesen. Ein intaktes Immunsystem können wir momentan alle gut gebrauchen...

 

 

 

 

 

 

Zusätzliche Informationen

Wer ist online?

Wir haben 5 Gäste online

Anmeldung